Abschlussfest Summer Camp 2022

Europa erleben

48 Schülerinnen und Schüler aus Polen, Frankreich, der Ukraine und Deutschland machten sich am 10. Juli 2022 in Drawno, Polen auf den Weg bis nach Templin.

Am 23. Juli 2022 haben wir die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern, Gästen und Interessierten auf dem Gelände der zukünftigen Europäischen Schule Templin (est) begrüßt.

Das Gelände voller junger Menschen, ein Sprachengemisch aus Polnisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Ukrainisch, buntes Treiben. An diesem Nachmittag war die Zukunft der Europäischen Schule Templin greifbar.

Zwei Wochen dauerte die Abenteuerreise zu Fuß, mit dem Rad und Kanu von Polen nach Deutschland. Mut, Durchhaltevermögen und europäisches Miteinander der jungen Menschen haben wir mit einem bunten Programm gefeiert.

Unsere Schirmherrin „First Lady“ Elke Büdenbender nahm sich Zeit, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie erhielt Reiseberichte aus erster Hand, über kleine und große Herausforderungen. Routenplan und Europakarte mit den Herkunftsorten der Jugendlichen in Deutschland, Polen, Frankreich und der Ukraine veranschaulichte die Erzählungen.

Beim Festakt in der historischen Turnhalle erinnerte Frau Büdenbender an die sehr ernste Lage in Europa durch den Angriffskrieg Russlands und den Einschnitt im Leben der jungen Ukrainerinnen und Ukrainer. Ganz im Einklang mit der Vision der est, betonte Frau Büdenbender abschließend die Kraft Grenzen überschreitender Freundschaften: „You are our future. The friendships You form across nations today are the foundation of a peaceful living tomorrow.“

Herr Michel, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Templin, hob die Bedeutung des Schulprojekts für die Stadt Templin hervor, aber auch für das europäische Projekt. Er mahnte: „It is not when the Euro fails that Europe will  fail, but when the friendship between Europe’s youth fails, Europe will fail.“

Christine Mangold, Geschäftsführerin von Outward Bound, dem erlebnispädagogischen Anbieter, der die jungen Reisenden in den vergangenen zwei Wochen Tag und Nacht begleitet und betreut hat, betonte die Bedeutung des Miteinanders nach der ersten Phase der Pandemie. Nach den Grußworten folgten die Präsentationen der Jugendlichen. Es wurde gesungen, getanzt, ein Best-of-Reisevideo gezeigt und einige Jugendliche berichteten von ihren sehr persönlichen Erfahrungen. Das Schönste war wohl die Erkenntnis, dass die kurze, aber intensive Zeit miteinander, echte Freundschaften über Sprach- und Kulturkreise hinweg hervorgebracht hat. Das spürte auch das Publikum in der voll besetzten Turnhalle und unterstütze mit lautem Applaus.

Im anschließenden „Speed-Dating“ war Gelegenheit die Jugendlichen kennenzulernen und mehr über ihre Erfahrungen auf der Reise, ihre Vorstellungen von Europa oder auch über persönliche Ziele und Wünsche zu hören. Nach einer Stärkung folgte das Konzert des spontan gebildeten Duos aus der Templinerin Pauline und Maksimillian aus Polen, Höhepunkt Pink Floyds „We don´t need no Education“. Auch ohne Erziehung im klassischen Sinne haben die Jugendlichen in diesen zwei Wochen sehr viel über sich, das Leben in der Natur und die Kraft des gemeinsamen Handelns gelernt.

Hier finden Sie den Artikel von Michaela Kumkar, Templiner Zeitung. » (pdf)

Fotos: Tom Schweers